Canasta-Glossar

Man kann nicht alles wissen. Deswegen haben wir für euch in diesem Glossar alle wichtigen Canasta-Begriffe zusammengetragen. Es gibt eine Vielzahl an Begriffen, die zur Erklärung der Canasta-Regeln verwendet werden. Für einige Begriffe sind auch Synonyme üblich.

2 Ziehen: Sonderregel, mit der vom Talon zwei statt einer Karte gezogen werden.

3 Decks: Sonderregel, bei der ein zusätzliches Deck verwendet wird.

3 Joker pro Deck: Sonderregel, mit der es pro Deck einen Joker mehr gibt.

Ablegestapel/Abwurfstapel: Auf dem Ablegestapel werden die abgelegten Karten am Ende eines Zuges gesammelt.

Ausmachen/Ausgehen: Ausmachen oder Ausgehen nennt man das Beenden einer Runde Canasta durch einen der Spieler. Um die Runde zu beenden, muss der Spieler erst seinen Mitspieler um Erlaubnis fragen und dann seine letzten Karten anlegen und optional eine Karte auf dem Ablegestapel ablegen.

Beender: Der Spieler eines Teams, der die Runde beenden möchte und den Mitspieler fragt, ob er „ausmachen“ darf. Um ausmachen zu können, muss der Beender in der Lage sein, alle seine Karten abzulegen und optional noch eine Karte auf dem Ablegestapel abzulegen.

Bonuskarten: Karten, die keine Funktion haben und nur einen Bonus geben. Die roten Dreien sind im Canasta reine Bonus-Karten. Sobald ein Spieler eine rote Drei zieht, wird diese automatisch auf das Spielfeld gelegt und er erhält dafür eine neue Karte. Rote Dreien haben einen Punktwert von 100 Punkten. Diese Punkte werden aber nicht für die Erstmeldung berücksichtigt. Gelingt es einer Partei, alle roten Dreier einzusammeln, werden 200 Punkte pro Karte als Bonus berücksichtigt.

Canasta: Der Name des Spiels und zugleich Name eines wichtigen Spielelements. Kann man sieben gleichrangige Karten in einer Meldung kombinieren, hat man ein echtes Canasta gebildet. Muss man hingegen zur Bildung wilde Karten benutzen, hat man ein unechtes Canasta.

Einfrieren/Einfrosten: Man kann den Ablegestapel durch Ablegen von wilden Karten blockieren, sodass andere Spieler weder davon ziehen noch den ganzen Stapel kaufen können. Weiterhin wird der Stapel eingefroren, wenn beim Kartengeben eine rote Drei als erste aufgedeckte Karte auf den Ablegestapel gelegt wird.

Erlaubnis: Im Spiel zu viert muss ein Partner den anderen fragen, ob er die Runde ausmachen also beenden darf.

Erstmeldung: Bei der ersten Meldung eines Teams in einer Runde, müssen die Meldungen eine gewisse Mindestpunktzahl erfüllen, um gemeldet werden zu können.

Gemischtes Canasta: Ein gemischtes Canasta besteht aus natürlichen und wilden Karten. Ein gemischtes Canasta wird auch unechtes Canasta genannt.

Handkarten: Handkarten werden alle Karten genannt, die ein Spieler in der Hand hält. Im Unterschied zu Karten, die in Meldungen, im Ziehstapel und Ablegestapel auf dem Spielfeld liegen.

Handcanasta: Macht ein Spieler innerhalb eines Zuges aus, ohne dass sein Team zuvor gemeldet hat, so nennt man dies Handcanasta oder auch „verdeckt ausmachen“.

Härtere Erstmeldung: Sonderregel, durch die die Punktehürden für die Erstmeldung von 15, 50, 90, 120 auf 50, 90, 120, 150 erhöht wird.

Joker-Canasta: Eine Spielart, bei der man Meldungen nur aus wilden Karten bilden kann. Siehe auch Sonderregel: Wilde Canasta.

Meldungen: Sätze von regelkonform kombinierten natürlichen und wilden Karten, die man auf dem Spielfeld ausgelegt also „angemeldet“ hat. Die erste Meldung eines Spielers oder eines Teams wird Erstmeldung genannt.

Natürliche Karten: Ass, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4 werden im Canasta natürliche Karten genannt. Sie werden nur für Meldungen verwendet.

Natürliches Canasta: Ein natürliches Canasta besteht nur aus natürlichen Karten und enthält keine wilden Karten und wird auch echtes Canasta genannt.

Partnerschaft: Im Spiel zu viert werden Partnerschaften gebildet. Immer zwei Spieler spielen zusammen. Man spricht auch von der Partnerschaft Nord-Süd und West-Ost. Diese Aufteilung findet sich auch bei uns im Spiel wieder. Der Spieler an der oben Bildschirmkante ist der eigene Mitspieler.

Rote Dreien: Sind Bonuskarten, die beim Ziehen immer sofort aufgedeckt werden. Der Spieler erhält dafür eine Ersatzkarte. Für jede rote Drei, die man im Spielverlauf gesammelt hat, erhält man am Rundenende 100 Bonuspunkte. Hat man sogar alle vier roten Dreier in einer Runde gesammelt, erhält man 800 Bonuspunkte. Schafft man es aber nicht, in der Runde mindestens eine Erstmeldung zu erreichen, so werden die Bonuspunkte in gleicher Höhe zu Minuspunkten.

Rückgängig: Manchmal muss man seine Aktionen rückgängig machen. Wenn man z.B. bei der Erstmeldung bereits Karten ausgelegt hat, nun aber nicht mehr genug weitere Karten hat, um die Mindestpunktmenge für die Erstmeldung zu erreichen. Dann kann man mit dem Rückgängig-Button alle Karten wieder aufnehmen und ein anderes Vorgehen wählen.

Samba: Ist eine beliebte Canasta-Variante, die nach Samba Canasta Regeln gespielt wird. In Samba Canasta wird mit drei Decks gespielt und es dürfen auch Sequenzen z.B. (4, 5, 6, 7, 8), ähnlich dem Rommé, gemeldet werden. Das Samba-Spiel lässt sich im Canasta Palast über Sonderregeln weitestgehend konfigurieren.

Satz: Mehrere gleichrangige, regelkonforme Karten, die zu einer Meldung ausgelegt werden können.

Schwarze Dreier: Schwarze Dreier können als Sperrkarten verwendet werden. Wirft man sie auf dem Ablegestapel ab, kann man den nächsten Spieler davon abhalten, eine Karte vom Stapel aufzunehmen oder sogar den ganzen Stapel zu kaufen. Schwarze Dreier können nur als allerletzte Meldung ausgelegt werden, bevor der Spieler die Runde ausmacht.

Sequenzen: Mit dieser Sonderregel ist es erlaubt, Sequenzen zu melden. Diese Meldungen dürfen nur eine Farbe haben. Die Werte müssen lückenlos aufsteigend sein, wobei die 4 der kleinstmögliche Wert ist. Wilde Karten sind nicht erlaubt. Eine Sequenz darf nicht mehr als sieben Karten enthalten. Es können mehrere Sequenzen derselben Farbe existieren.

Sonderregel: Mit Sonderregeln kannst du im Canasta Palast an eigenen Tischen das Spiel so konfigurieren, wie du es am liebsten spielst. Über eine Sonderregel kannst du z.B. die Samba Canasta Regeln der populären Canasta-Variante Samba aktivieren.

Sperren: Durch Ablage von schwarzen Dreien kann man den Ablegestapel für den nächsten Spieler sperren. Diese Sperre ist wieder aufgehoben, wenn der darauffolgende Spieler an der Reihe ist. Sperren darf nicht mit dem Einfrieren verwechselt werden.

Spiel um Nichts: Sonderregel, mit der man einstellen kann, dass dieser Tisch nicht für die Liga zählt. Für Tische mit nur einer Runde ist diese Regel standardmäßig aktiv.

Stock: Stock ist der Stapel auf dem die restlichen, nicht verteilten Karten verdeckt liegen bleiben und von denen man weitere Karten ziehen kann. Der Stock wird auch Talon oder Ziehstapel genannt.

Strikte Wilde Karten: Sonderregel, mit der pro Meldung nur noch zwei statt drei wilde Karten erlaubt sind. Wilde Karten können nicht zu einem Canasta hinzugefügt werden. Nach der Erstmeldung können wilde Karten nur in Meldungen mit mindestens fünf natürlichen Karten verwendet werden.

Strikter Ablegestapel: Mit dieser Sonderregel ist der Ablegestapel immer eingefroren. Das Anlegen an ein Canasta unter Zuhilfenahme einer Karte vom Ablegestapel ist verboten.

Striktes Ende: Mit dieser Sonderregel werden zum Beenden entweder zwei Canasta oder aber ein natürliches Canasta benötigt. Wird mit wildem Canasta gespielt, erhält nur der Gewinner den Bonus für dieses.

Surprise: Mit dieser Sonderregel werden einmalig zu Beginn der Runde drei zusätzliche Karten verdeckt unter den Ablegestapel gelegt. Derjenige, der den Ablegestapel kauft, erhält so eine kleine Überraschung von drei Karten, die die anderen Spieler nicht gesehen haben.

Talon: Talon ist der Kartenstapel auf dem die restlichen, nicht verteilten Karten verdeckt liegen bleiben und von denen man weitere Karten ziehen kann. Der Talon wird auch Stock oder Ziehstapel genannt.

Verdeckt ausmachen: Wird das Beenden durch einen Spielers genannt, bevor es bereits Meldungen des Teams gibt. Der Spieler muss dann alle seine Karten in einem Spielzug in Meldungen ablegen.

Wilde Karten: Werden die Joker und die Zweien genannt.

Wilde Canasta: Sind Canasta, die aus natürlichen und wilden Karten gebildet werden, auch unechte Canasta genannt.

Ziehstapel: Dies ist der Kartenstapel, auf dem die restlichen, nicht verteilten Karten verdeckt liegen bleiben und von denen man weitere Karten ziehen kann. Der Ziehstapel wird auch Talon oder Stock genannt.