Lektion 3: Schenke deinen Gegnern keine Karten


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Lektion 3: Schenke deinen Gegnern keine Karten

Manchmal ist einfach der Wurm drin und man zieht keine Karten, die einen selbst weiterbringen. Gleichzeitig hat man die Hand voll mit Karten, die der Gegenpartei einfach zu Punkten verhelfen könnten. Wir nennen sie ab jetzt einfach gefährliche Karten. Wie kommst du da wieder raus?


Risiko einschätzen

Du solltest versuchen, deine gefährlichen Handkarten loszuwerden. Wenn die Gegenpartei einige kleinere Meldungen gelegt hat, kannst du vorsichtig in den sauren Apfel beißen und eine Karte ablegen, die dir gar nichts bringt, aber die der Gegner seiner Meldung hinzufügen könnte. Denn nur so kannst du mit der Zeit Karten nachziehen, die dich voranbringen.

Diesen Schritt solltest du überdenken, wenn der Ablegestapel schon sehr hoch ist: Kann dein Gegner die letzte von dir abgelegte Karte einfach bei sich anlegen, fliegen ihm viele Karten zu, die ihm womöglich noch mehr Punkte bescheren.

Hast du einfach keine andere Option, musst du deinem Gegner in die Hände spielen und kannst beim nächsten Ziehen vom Talon auf mehr Glück hoffen – zum Beispiel in Form einer Sperrkarte oder einer wilden Karte.

Ablegestapel blockieren

Solange bzw. sobald du eine Sperrkarte auf der Hand hast, bist du für mindestens einen Zug sicher.

Sperrkarte in der Hand
Sperrkarte auf dem Ablegestapel

Sperrkarten sind die schwarzen Dreien. Du kannst sie mitten im Spiel eh nicht melden. Also solltest du sie direkt auf den Ablegestapel werfen. Dadurch ist er dann blockiert und der Gegner muss vom Talon ziehen. Gleichzeitig musstest du keine der gefährlichen Karten preisgeben. Gerade in einer 4-Spieler-Runde kann sich bis du wieder dran bist noch einiges ändern und deiner Partei neue Möglichkeiten eröffnen.

Am Besten: Ablegestapel einfrieren

In so einer Situation kommt eine wilde Karte, also eine Zwei oder ein Joker, wie gerufen!

Wenn deine ganze restliche Hand dem Gegner nützt, solltest du mit einer wilden Karte nicht einfach irgendeine Meldung bilden. Sonst hast du schon beim Abwerfen am Ende dieses Zuges zwar mehr Punkte, aber immer noch das gleiche Problem.

Platzierung einer wilden Karte auf dem Ablegestapel

Wirf die wilde Karte direkt auf den Ablegestapel. Dort wird sie um 90° gedreht platziert, damit immer sichtbar ist, dass sie ich im Ablegestapel befindet und diesen einfriert! Eine einzige wilde Karte reicht, um den Ablegestapel dauerhaft einzufrieren. Nun muss man zwei natürliche Handkarten mit der oberen Karte des Ablegestapels ausspielen, um den gesamten Stapel aufzunehmen. Das gilt für alle Spieler, solange der Stapel mit der wilden Karte dort liegt.

Dein Vorteil

Wenn bei deinen Gegnern eine Meldung ausliegt, ist es unwahrscheinlich, dass sich jemand in der Gegenpartei zwei dazu passende natürliche Karten in der Hand aufbewahrt hat. Aber besonders ausgefuchsten Taktikern ist das manchmal zuzutrauen.

Das heißt, sie haben wahrscheinlich keine Möglichkeit, den Stapel wieder aufzutauen. Und sie haben sie gar nicht, wenn ihnen nur noch eine Karte zum Canasta fehlt und du eine oder sogar beide davon auf der Hand hast.

Zur Erinnerung: In Canasta gibt es jede Karte achtmal. Wenn sechs schon auf dem Spielfeld liegen und du eine weitere auf den eingefrorenen Ablegestapel wirfst, gibt es im gesamten Spiel nur noch eine natürliche Karte, die zu ihr passt. Es ist also unmöglich, den Stapel mit zwei natürlichen Karten aufzutauen.

Wenn du das beachtest, kannst du in deinen folgenden Zügen ohne großes Risiko die gefährlichen Handkarten abwerfen. Deine Gegner können sie nicht einfach anlegen und du hast endlich die Chance, Karten nachzuziehen, mit denen du punkten kannst.


Jetzt bist du bereit für deine nächste Canasta-Runde! Falls du noch mehr wissen willst, kannst du dich in der Canasta-Schule umsehen, wo du umfangreiche Informationen zum Canasta-Spiel findest. Wenn du mehr in Richtung Faustregeln und Taktik lesen möchtest, kannst du direkt zu den Canasta-Lektionen gehen.